Ursprung und Bedeutung
Thai Yoga Massage
Die Thai Yoga Massage, auch Traditionelle Thai Massage oder Nuat Phaen Boran genannt, bedeutet „altehrwürdige Massage“ oder wörtlich übersetzt „Massieren nach uralten Mustern“. Die Thai Yoga Massage besteht aus passivem Yoga (Strecken und Dehnungen), Gelenkmobilisation, Druckpunktmassagen, Energiearbeit, Atmung und Meditation oder ganz einfach zusammengefasst eine Kombination aus passivem Yoga und Akupressur.
Ihre Wurzeln liegen im Yoga, Ayurveda und Buddhismus. Der nordindische Arzt Jivaka Kumar Bhaccha, Leibarzt des Magadha-König Bimbisara, wird in Thailand als der Begründer dieser Massage verehrt. König Bimbisara war dem Buddha verbunden und suchte ihn wiederholt auf. Auch Jivaka Kumar Bhaccha stand in Kontakt zu Buddha und hat ihn und seine Mönchsgemeinde ärztlich betreut. Es kursiert auch die Annahme, die buddhistischen Mönche selbst hätten die Thaimassage entwickelt, um sich von den Folgen langer Meditationsstellungen zu kurieren.
Diese Massage wurde zu einem festen Bestandteil der thailändischen Kultur und wird heute vor allem zur Vorbeugung angewandt: „Eine Anwendung soll dann stattfinden, wenn die Krankheit noch gar nicht existiert.“ Alt und Jung lassen sich in Thailand ganz selbstverständlich massieren.
Klassische Massage
Die Massage ist grundsätzlich eines der ältesten Heilmittel der Menschheit.
„Wie jeder Mensch instinktiv eine geschwollene und deshalb schmerzende oder gestoßene Stelle seines Körpers reibt oder drückt und so versucht, den durch die Spannung verursachten Schmerz zu mindern, so wird dieses instinktive Mittel wohl auch als Heilmittel zu allen Zeiten angewandt worden sein.“ Franz Kirchberg: Handbuch der Massage und Heilgymnastik, 1926
Erst im 16. Jahrhundert wurde die Massage durch Paracelsus wieder Thema der europäischen Medizin. Ende des 19. Jahrhunderts erhielt die heutige Massage durch den Berliner Orthopäden Albert Hoffa den Feinschliff.
Do-In – Selbstmassage
„Do-in“ ist ein japanischer Ausdruck, „Do“ steht für „Kanal öffnen, durchgängig machen“ und „in“ für „dehnen, strecken“. Meridiane werden bei dieser einfachen Selbstmassage-Technik gedehnt und bewegt so dass die Energie wieder besser fliessen kann. Wenn die Energie wieder fliessen kann, stärkt dies die Organe und die inneren Strukturen. Um die Wirkung zu vertiefen, wird die Achtsamkeit nach innen gelenkt und mit einer Yogalektion verbunden.

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